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Sonntag 16.12.2007 Wettkampf Dortmund
Nach einigen Wochen intensiven Trainings wollte ich es wissen. Ist das Training wirklich besser? Und habe ich wirklich schon Fortschritte gemacht? Im Dreisprung wurde mir gleich klar, dass sich meine Ziele nicht erfüllen würden... Es lief absolut nicht rund und ich habe bis heute keine Erklärung dafür. Hektisch ging es dann zum 60-m-Start, auf dem Weg dahin stürzte ich zu allem Übel auch noch. Es war mein erster absichtlicher Fehlstart, der dann anstand. Ich musste einfach nochmal tief durchatmen bevor es weiterging. Im Lauf konnte ich dann schon einige Dinge aus dem Training umsetzen und kam problemlos in den Endlauf.
Zwischendrin standen auch noch die 200m an. Hier ging ich zu vorsichtig auf die erste Teilstrecke. Hintenraus konnte ich zwar besser kämpfen als sonst immer, aber ich war dennoch mit dem Lauf nicht zufrieden...
Dann stand nur noch der 60-m-Endlauf an. Jetzt wollte ich es wissen... Eigentlich wollte ich meine im Vorlauf aufgestellte Bestzeit noch einmal verbessern. Doch mein Start war sehr schlecht. Trotz allem lag ich vorn. Über die gesamte Strecke hatten meine Gegnerinnen nicht den Hauch einer Chance. Ich landete einen klaren Start-Ziel-Sieg... Was für ein tolles Gefühl *g*...So überlegen habe ich noch keinen Lauf gewonnen =) Und dennoch ist noch einiges im argen...Mal sehen was noch kommt.


Samstag 01.07.2007
Schockmoment…
Der erste von meinen beiden Wettkämpfen an diesem Wochenende ist nicht wirklich gelungen. Aber das lag wohl auch an den schlechten Rahmenbedingungen. Schon auf dem Weg nach Uerdingen war ich wohl vom Pech verfolgt. Da wäre mir doch beinahe eine Felge, die der Fahrer vor mir verloren hat zum Verhängnis geworden… Nicht zu vergessen der Stau, der mich dann doch sehr nervös machte…
Aber trotz allen Hindernissen bin ich noch pünktlich genug angekommen um mich gründlich genug aufzuwärmen. Doch gleich beim Einspringen kam dann der nächste Schockmoment. Es hatte sich schön eingeregnet und die Anlage war sicherlich sehr glatt. Doch eigentlich gingen alle Springerinnen davon aus, dass die Spikes schlimme Unfälle verhindern würden. Allerdings hatte gleich die erste Springerin Pech und rutschte auf dem Absprungbalken weg. Und dann lag sie erst mal minutenlang in der Grube. Doch für uns ging der Wettkampf schon bald weiter. Zum Glück stellte sich schnell heraus, das der Athletin nichts Schlimmes passiert ist…
Ich wusste von Anfang an, dass ich volles Risiko gehen musste. Schließlich waren sämtliche 6m-Springerinnen am Start. Sozusagen alle aus der erweiterten deutschen Spitze. Somit musste ich mich zunächst mit zwei ungültigen, aber vom Gefühl her richtig guten, ungültigen Sprüngen abfinden. Doch dann bekam ich mit, dass einige Springerinnen mit den wechselnden Winden zu kämpfen hatten und auch ungültige Versuche hatten. Also würde vielleicht doch ein gültiger reichen, um eventuell das Finale der besten 8 zu erreichen. Und meine Vermutung bewahrheitete sich. Mit schlechten 4,83m schaffte ich den Sprung ins Finale. Doch auch darin kam nicht mehr viel. Neben zwei weiteren ungültigen kam ein noch kürzerer Sprung hinzu. Am Ende konnte ich mich dennoch auf Rang 7 einreihen, was in dem Feld ein gutes Ergebnis ist.
Völlig durchkühlt ging es dann ans erneute aufwärmen für die 200m. Nachdem die Starterin mit der schnellsten Zeit auf ihren Start verzichtete, und die Temperaturen zu niedrig für gute Zeiten waren, hatte ich nur noch ein Ziel: Den Sieg. Da kam es mir gelegen, dass ich alle Läuferinnen im Blick hatte. Nach einem verhaltenen Start zog ich los und ging nach und nach an meinen Konkurrenten vorbei. Ich kam als Erste aus der Kurve, verkrampfte dann jedoch. Mit viel Willen und zurück gewonnener Lockerheit konnte ich dann aber auf den letzten 50 Metern noch den Sieg ins Ziel retten… Die Zeit war im Rahmen aber nicht besonders Dolle. Aber was will man bei 16° um neun Uhr noch von einem Sprinter erwarten ;-)
Morgen geht’s dann gleich weiter nach Köln. Dort versuche ich mich dann noch mal im Drei- und im Weitsprung, diesmal hoffentlich mit besseren Bedingungen.

Sonntag 12.07.2007
Juchuu, ich habe es geschafft! Da ich gestern viel zu platt war und auch wenig Zeit hatte kommt heute ein Bericht über den gestrigen Wettkampf. Und ihr werdet es kaum glauben: Das ist der erste sehr positive Text seit dem ich hier über meine Wettkämpfe berichte! Es war einfach der Hammer und ich komme aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. Dennoch gibt es auch einige negative Anmerkungen, dazu aber später.
Irgendwie bin ich mit Angst in den Wettkampf gegangen. Immerhin hatte ich hohe Ziele. Vor allem im Weitsprung sollte es weit gehen... Im Dreisprung wollte ich die Qualiweite springen, um zu zeigen, dass ich es doch kann! Beim Einlaufen war ich ganz schön angespannt... Und dann ging es auch gleich mit einer Verzögerung los. Die Speerwerfer und Weitspringer kamen sich ständig in die Quere, so dass schon der Männerwettbewerb später zu Ende ging als geplant. Also ging es für uns erst eine halbe Stunde später los. Ist halt dumm wenn man sich die ganze Zeit warm und locker halten muss. So kam es, dass dann der erste Sprung ziemlich verschenkt war und natürlich nicht meinen Wünschen entsprach. Im zweiten fehlten mir dann genau 2cm zur magischen 5. Der nächste Versuch war verdammt weit. Schon im Absprung spürte ich, dass er gut wird. Doch leider war es wieder dieser kleine mm - der Sprung war ungültig. Im Endkampf war ich zunächst wieder zu verkrampft und verschenkte gut 20cm. Doch dann kamen sie endlich. Die seit einem Jahr ersehnten 5m. Mit 5,16m war ich voll im soll. Im letzten Versuch wollte ich nochmal alle Kraft reinlegen, doch leider iriitierte mich ein Kampfrichter sehr, so dass der Rhythmus ungleich war. Trotz allem landete ich noch einmal bei 5,05m und siegte mit riesigem Vorsprung.
Dann hab ich mich erst mal zu Dominik in den Schatten verkrochen, um mich vor dem Dreisprung nochmal ein bisschen zu erholen. 45 Minuten vor dem Dreisprungstart (zumindest laut Zeitplan) begann ich dann erneut mit dem Aufwärmprogramm. Als es ans Einspringen gehen sollte, wurde uns gesagt, dass der Start sich um eine Stunde verschiebt. Na toll! Das gehört zum Beispiel zu den negativen Ereignissen gestern. Also noch einmal Spikes aus, in den Schatten verkriechen und auf das erneute aufwärmen warten. Das hat mich natürlich zermürbt, und vor allem die dazukommende Hitze. Dann konnten wir endlich einspringen und es ging los. Schon im ersten Sprung gelang mir mit 10,48m der Sprung an den 1. Platz der Kreisbestenliste (mein Minimalziel). Im zweiten Durchgang konnte ich dann meine persönliche Bestleistung auf 10,75m steigern. Damit war ich schon voll zufrieden. Doch ich wusste, dass mehr in mir steckt. Und das gelang mir auch gleich mit 10,90m. Meine Bestleistung lag bis dahin bei 10,61m. Im vierten Versuch gab es eine Punktlandung und ich konnte die 10,90m noch einmal bestätigen. Doch dann war von einer Sekunde auf die andere die Luft raus. Ich war sowas von platt. Im vorletzten Versuch landete ich bei 10,51m (immerhin trotzdem noch einmal die Quali) und den letzten habe ich nach dem zweiten Versuch abgebrochen. Ich wollte jetzt natürlich unbedingt noch die 11m knacken und habe dadurch den zweiten Sprung so verrissen, dass ich nicht mehr abspringen konnte. Aber das war mir völlig egal. Ich weiß, dass ich wieder springen kann, und ich weiß, dass da noch mehr drinsteckt. Im Dreisprung sowieso, da dies erst mein 6. Wettkampf war und wir auch kaum Dreisprung trainieren (aufgrund der Verletzungsgefahr). Und im Weitsprung, da der ungültige deutlich weiter war, und ich bei dem weitesten leider etwas zurückgefallen bin und die Landung nicht optimal war. Doch trotz dieser Kleinigkeiten bin ich froh, dass ich die bis hierhin total verpatzte Saison auf einen Schlag wieder gut machen konnte...

Sonntag 29.07.2007
Etwas später, aber dafür auch etwas erfreulicher als sonst kommen einige Sätze zu meinem letzten Wettkampf. Vergangenen Mittwoch ging ich über 100m und im Weitsprung an den Start. Meine Ziele waren hoch, denn im Training habe ich die 5-Meter-Marke ja häufig und vor allem deutlich übertroffen.
Ich war fit, das Wetter war optimal… Was will man mehr. Also ging ich motiviert an die Sache… musste aber gleich dank meiner „sehr guten“ Startfähigkeiten (natürlich sind sie absolut nicht gut)… den ersten Dämpfer hinnehmen. Aber auch wenn es nur 100m waren, ich habe bis zum letzten Meter gekämpft und konnte somit den ersten Sieg des Tages einfahren. Später stellte sich auch heraus, dass ich die 100m in diesem Jahr noch nicht so schnell bewältigt habe. Dennoch war ich nicht vollkommen zufrieden. Der Start und die ersten 30m eben…
Dann ging es gleich weiter zum einspringen. Jetzt kamen meine neuen Weitsprungspikes das erste Mal im Wettkampf zum Einsatz. Aber den ersten Wettkampfsprung vermasselte ich gleich total. Mit einem etwas groß gezogenen Schritt landete ich bei 3, ??m. Der Hammer. Aber mich ließ diese Blamage kalt. Beim nächsten Sprung ging ich volles Risiko und merkte schon beim Absprung, dass das DER SPRUNG war. Von den Seitenmarkierungen her landete ich bei ungefähr 5,40m oder so. Und die Kampfrichter wollten auch schon messen. Doch dann fiel ihnen doch ein kleiner Dornabdruck auf… Ungültig :-(… Das kann doch nicht war sein. Jetzt musste ich im dritten Versuch hoffen. Noch ein ungültiger oder ein schlechter Sprung und ich wäre raus gewesen. Doch mit einem Sicherheitssprung auf 4,92m konnte ich mich noch ins Finale retten. Wenn ich schon diese Weite packe, obwohl ich wieder einige cm verschenkt habe, dann musste doch mehr drin sein… Mit dieser Weite lag ich genau einen cm hinter der 1.. Es folgten leider erneut zwei ungültige Sprünge. Im letzten riskierte ich noch einmal alles und konnte mich auf immerhin 4,95m steigern. Saisonbestleistung und mein zweiter Sieg. Da sollte man eigentlich denken: was will man mehr. Aber insgeheim hatte ich doch endlich wieder mit einem 5-Meter-Sprung gerechnet. Aber trotz allem weiß ich jetzt, dass ich diese Weiten noch drauf habe. Denn die Sprünge fühlten sich gut an. Den nächsten Wettkampf kann ich kaum abwarten…

Mittwoch 27.06.2007
Mal wieder Wettkampf, mal wieder deprimierend... Wie soll es auch anders sein. Erst hat man mich für den 100m-Lauf vergessen, dann schießt der Starter viel zu früh... und all solche Sachen. Trotz aller Hektik waren die 100m gar nicht so schlecht. 5 Meter weiter und ich hätte gewonnen... aber die Schuld gebe ich da echt mal dem Starter...
Dann standen gut eine Stunde später die 200m an. Schon beim Einlaufen litt ich mal wieder unter derben Magenschmerzen :-(. Trotz allem quälte ich mich durch... Aufgeben war ja noch nie mein Ding. Es waren ja eben auch nur 200m. Ich gab einfach alles und bin super angegangen, doch schon nach 100 Metern verkrampfte mein Magen dermaßen, dass ich die zweite Hälfte quasi stand. Ich kam einfach nicht mehr vorwärts und danach war mir soooo schlecht. Und die Enttäuschung war mal wieder groß, rechnete ich doch mit der schlechtesten Zeit in dieser Saison. Doch dem war nicht so: Ich benötigte für die 200m genau die selbe Zeit wie in Oedt. Und das unter den Vorrausstezungen... Also sollte ich doch zufriedenes sein als ich bin.

Mittwoch 13.06.2007
Wie schon erwähnt hatte der Wettkampf in Oedt einen faden Beigeschmack. Aber ich kann euch schon mal beruhigen: Uns ist nichts passiert! Ich bin sowieso der Meinung, dass das vor zwei (oder waren´s schon drei?) Jahren reine Panikmache war…
Aber ansonsten waren die Bedingungen echt super… Nicht zu warm, nicht zu kalt und nur selten Wind. Manche Läufer hatten es allerdings dem Wind zu verdanken, dass die eine oder andere Quali nicht zählte – schon dumm. Aber um eine Quali ging es ja sowohl bei Lisa als auch bei mir nicht.
Zunächst ging es für Lisa los. So nervös hab ich sie noch nie erlebt. Aber pünktlich zum Startschuss war die Nervosität wie weggeblasen. Im Gegensatz zu den anderen Läuferinnen ging Lisa sehr zögerlich an. Aber während die anderen für ihr forsches Tempo büßen mussten kam Lisa immer besser in Fahrt. In der letzten Kurve lief sie spielend an ihren Mitstriterinnen vorbei. Nur einem Mädchen musste sie den Vortritt lassen. Aber dieser 400m-Lauf konnte sich echt sehen lassen. Zumal es ihr erster war.
Naja…und dann musste ich auch schon einlaufen. Eigentlich hätte ich ja jetzt voll motiviert sein müssen. Aber ich war es überhaupt nicht. Und es lief nicht. Zu allem Übel erfuhr ich auch noch, dass ich in einen Lauf mit einer 70-Jährigen kam. Neben ihr (Bestzeit 41, noch was Sekunden) lief noch ein weiteres Mädchen mit, die es auch noch nie unter 31 Sekunden geschafft hat. Tolle Vorraussetzungen. Aber was will man machen. Da musste ich durch. Am Start motivierte es mich allgemein, dass ich gleich auf den ersten Metern an der vor mir Laufenden vorbeilaufen konnte. Und so lief ich locker und motiviert aus der kurve raus. Doch dann fehlte irgendwie die Motivation. Ich gewann meinen Lauf immerhin mit 3 Sekunden Vorsprung. Und das auf 200m. Wirklich kämpfen musste ich dafür nicht. Und das ist auch das, was mich ärgert: Das ich hinterher nicht mal platt war. Aber die nächsten Chancen kommen bestimmt…

Donnerstag 07.06.2007
Jahresbestleistung bei glühender Hitze
Heute stand der erste Wettkampf seit meiner Verletzung an. Leider musste ich auf den Dreisprung am Dienstag verzichten, da ich teilweise immer noch schmerzen im Fuß habe. Vom laufen hält mich das allerdings trotzdem nicht ab.
Deshalb standen heute mal wieder 100 und 200m auf dem Programm. Hinderlich war nur das Wetter. Normalerweise lieben wir Sprinter ja warmes schönes Wetter. Aber wenn die Sonne so richtig knallt, und die Bahn nur so glüht, dann ist das schon nicht mehr schön. Immerhin konnte uns kein Gegenwind in die Quere kommen. Denn es wehte kein einziges Lüftchen.
Zum Glück gibt es in Willich einen schönen See, den man zum Einlaufen umrunden kann. Denn dort sind einige Schattenspendende Bäume, die auf dem Platz nicht so oft zu sehen sind. Nach dem Einlaufen musste ich also mit dieser Hitze klar kommen. Aber es herrschten ja gleiche Bedingungen für alle…
Dann ging es zum Start. Ich war sehr überrascht, dass ganze 28 Läuferinnen über 100m an den Start gingen. Unter anderem auch eine dunkelhäutige, die – wie sollte es auch anders sein – natürlich haushoch gewann. Am Ende sprang für sie eine Zeit von knapp über 11 Sekunden heraus. Das sind ja Welten bis zu mir *g*. Da auch noch weitere sehr schnelle Leute da waren, ging es für mich von vorneherein nur um eine gute Zeit. Und die habe ich dank unseres gestrigen Tiefstarttrainings auch gepackt. Mein Start war einfach famos. Allerdings musste ich am Ende ganz schön kämpfen und gewann meinen Lauf hauchdünn – mit einer neuen Jahresbestleistung.
Die Hitze schlauchte mich allerdings sehr. So saß ich schon erschöpft im Startblock saß, bevor die 200m überhaupt losgingen. Der Lauf war von Anfang an etwas verkorkst und sehr verkrampft – so war ich leider langsamer als ich mir vorgenommen hatte.

Sonntag 20.05.2007
Ja…was soll ich sagen. Eigentlich kann ich nur sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin. Los ging es mit den 200m. Eine halbe Stunde vor dem Lauf – ich war gerade beim Einlaufen – wurden schon die Laufeinteilungen durchs Mirko durchgesagt. Erst bekam ich einen Schock, da ich dachte, die Läufe wären vorgezogen worden. Aber es handelte sich einfach nur um eine Information vorab. Also eigentlich sinnvoll. Und dann ging es auch endlich zum Start. Locker ohne irgendwelche Erwartungen hockte ich im Startblock und lief los. Natürlich kein optimaler Start, aber das ist ja über 200m nicht ganz so schlimm wie über 100. Also sprintete ich von Beginn an und versuchte das Tempo bis zum Ende so hoch wie möglich zu halten. Dies gelang mir nicht ganz, denn wie immer kam bei 150m der große Einbruch. Meine Arme machen einfach immer schlapp :-( - okay, nicht nur die Arme, aber die sind am schlimmsten. Dennoch schaffte ich die schnellste Zeit seit dem 1. Mai 2004 – eigentlich sehr erfreulich :-)
Nach einer Verschnaufpause ging es dann zum Einspringen. Es lief ganz gut. Die Sprünge waren in Ordnung und auch das Brett in Reichweite. Beim 1. Versuch landete ich aus unerklärlichen Gründen noch unter der Zehn-Meter-Marke. Aber noch war ja nix verloren. Das kam erst im 2. Versuch. Beim Absprung knickte ich mal wieder ziemlich um und musste den Sprung abbrechen. Auch in den folgenden Versuchen bremste ich mich oder brach die Sprünge aus Angst vor den Schmerzen ab. Erst im letzten konnte ich mit einem Schmerzverzerrten Gesicht und allerletzter Kraft einen Sprung auf 10,30m bringen. Für die Umstände okay, aber halt nicht das was ich wollte. Leider eine weitere Chance für die Quali vertan. Jetzt kann ich nur hoffen, dass ich meinem Fuß nicht zuviel zugemutet hab und die Schwellung schnell wieder zurückgeht, damit ich erneut angreifen kann…

Donnerstag 17.05.2007
Einmal mehr ein verpatzter Wettkampf. Was anderes kann man dazu eigentlich kaum sagen. Es läuft einfach nicht. Und das im Wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin so eine lahme Schnecke geworden. Das kann´s einfach nicht sein. Der Dreikampf ging los mit den 100m. Und wer war in meinem Lauf? Eine Sprinterin, die im letzten Jahr bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Peking war. Na Prost Mahlzeit. War ja klar, dass die schon nach den ersten Metern auf und davon war. Erst recht bei meinen momentanen Startproblemen. Immerhin bin ich nach einem erneut missglückten Start noch an Nicole rangekommen und hab mir mit ihr ein heißes Duell geliefert.
Dann ging´s zur Sprunggrube. Dazu kann ich eigentlich gar nicht viel sagen. Ich weiß nicht, warum es nicht lief… es hat halt einfach nicht geklappt.
Naja... und nach zwei herben Rückschlägen kam dann meine „Lieblingsdisziplin“. Seit über einem Jahr habe ich keine Kugel mehr in der Hand gehabt. Also habe ich mal ausgiebig eingestoßen und dank einiger hilfreicher Tipps von Totti konnte ich mich von Stoß zu Stoß steigern. Ich begann mit mäßigen 7,24m und steigerte mich dann über 7,56m bis hin zu 7,93m. Nach dem zweiten Stoß hätte ich mir dann schon ne acht vor´m Komma gewünscht. Aber immerhin bedeuteten die 7,93 eine neue Wettkampfbestleistung (okay, bei den wenigen Kugelstoßwettkämpfen…).
Leider also nicht so ein toller Wettkampf. Naja, da auch Anna die Quali über 100m verpasst hat werden wir beide unsere Qualis am Sonntag angehen. Und ich hoffe, dass wir danach einen Grund zum feiern haben.

Samstag 12.05.2007
Aufgrund meiner Erkältung in den letzten Wochen habe ich mich an diesem Tag ausnahmsweise mal für nur eine Disziplin entschieden: Dem Dreisprung. Eigentlich erwarte ich da ja nie viel, da ich es einfach zu selten mache. Aber dennoch will ich natürlich immer mehr, als ich erreicht habe. Muss wohl ne typische Sportlereigenschaft sein. Man kann einfach nie zufrieden sein. Aber jetzt mal zum Wettkampf. Dominik (der ja auch so viel Ahnung vom springen hat!) gab mir ne 10,64m vor. Okay, das wäre ja mal ne schöne Weite und vor allem die Quali für die Nordrheinmeisterschaften der Frauen und die Westdeutschen der Juniorinnen. Doch die Bedingungen waren nicht gerade die Besten. Ständig wechselnder Wind und immer wiederkehrende Schauern machten die Sache dann doch schwerer als gedacht. Beim ersten trockenen und auch windlosen Sprung brachte ich es dann auf 10,42m. Für den Anfang gar nicht so übel. Beim zweiten Sprung kam dann allerdings starker Wind auf. Trotzdem kam ich dieses Mal auf 10,43m.Wow! Was für eine Steigerung. Auch in den darauf folgenden Sprüngen ging es nicht weiter. Für den Anfang ein guter und sehr konstanter Wettkampf. Allerdings hätte ich schon gerne die Norm geschafft. Jedenfalls musste ich mich nur der Dany geschlagen geben (und das mach ich doch gerne) – und durfte die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Jetzt kann ich mir an der Norm wohl wieder die Zähne ausbeißen. Die nächste Chance im Dreisprung erhalte ich wahrscheinlich nächsten Sonntag. Dann aber leider ohne Trainer :-(.
Dominik dagegen ist auf einem guten Weg. Trotz starker Windböen auf der Zielgeraden und mangelnder Konkurrenz legte er einen super 400m-Lauf hin. Damit ist er auf dem besten Weg über 800m die Quali für die Deutschen zu laufen. Tja Katrin, ich gehe davon aus, du wirst deine Wette verlieren *g*…

Dienstag 01.05.2007
Das ist ja echt der Oberhammer! Also ich habe ja schon so einiges auf Wettkämpfen erlebt. Und wahrscheinlich hab ich auch hier schon oft geschrieben, das gibt’s ja gar nicht. Aber das am 1. Mai war der katastrophalste Wettkampf von allen, die ich je bestritten habe.
Pünktlich eine Stunde vor dem ersten geplanten Start kam ich in Dülken am Platz an. Dort wurde ich direkt mit „Ach, die hängen mehr als ne halbe Stunde hinterher!“ Die halbe Stunde stellte sich aber schnell als Stunde heraus. Okay, nicht weiter schlimm. So was kommt ja immer mal vor. Und wenigstens wusste man Bescheid und konnte sich darauf einstellen. Als dann die Läufe zu den 100m endlich eingeteilt wurden, hat der mich doch glatt vergessen. Um nicht mit Lauter Rentnern laufen (sorry, aber wenn man über 100 ne 16 noch was (oder gar langsamer) läuft, dann sind das nun mal Laufrentner *g*) sollte ich dann noch in den schnellen Lauf auf die Außenbahn kommen. Walter hat mir auch extra noch nen Starblock geholt. Ich war gerade dabei den einzustellen, da gab der Starter schon das Startsignal. Als ich ihm zu verstehen gab, dass ich noch gar nicht bereit bin, meinte der nur, dass er nix verstehe. Na super. Also habe ich kapituliert und bin dann doch notgedrungen im zweiten Lauf gestartet. Nach einem Fehlstart ging es los und mein Sieg war ungefährdet – ein Start-Ziel-Sieg sozusagen. Schon auf den ersten Metern legte ich gehörig vor und konnte mit großem Vorsprung ins Ziel laufen. Denn diese Megawindböe mussten ja alle bekämpfen. Das wäre geschafft.
Doch dann ging gleich die Hetze weiter! Um den Rückstand im Zeitplan aufzuholen, wurden die 200m-Läufe vorgezogen. Wir waren also gerade im Ziel, da ging es schon wieder an den Start. Eine kurze Verschnaufpause und ab zu den 200m. Auch dort wollte der Starter wieder vorschnell den Startschuss geben. Wir wussten nicht mal wer auf welcher Bahn lief. Zu allem übel bekam ich auch noch die so „geliebte“ Innenbahn. Da ich schon über 100 gemerkt hatte, dass die Luft aufgrund meiner Erkältung nicht die Beste ist, bin ich die 200 sehr sehr verhalten angegangen und habe mich dann zum Ende hin auch noch verschluckt. War also nix mit einem Ausrufezeichen. Aber die Zeit war trotz allem nicht allzu schlecht, so dass ich doch Motivation aus dem Lauf ziehen kann.
Viel Nachdenken konnte ich danach erstmal nicht. Denn es hieß, dass die anderen schon beim Einspringen sind. Also andere Spikes anziehen, zur Grube sprinten und los ging´s. Meine Beine waren zu dem Zeitpunkt allerdings schon sehr müde. Waren sie eigentlich schon zu Beginn – aber was soll´s! An der Grube angekommen sagte man uns dann, dass wir doch noch nicht springen. Die Männer erhielten den Vortritt. Also noch einmal warten. In der Wartezeit kam Rolf an und nannte mir meine Zeit über 100m. Ich konnte nicht einmal enttäuscht sein: 15,78sec.?!?! Das konnte nie im Leben richtig sein. Kurioserweise waren die anderen Läuferinnen aus meinem Lauf schneller als ich, obwohl ich als Erste im Ziel war. Mittlerweile ist aber bekannt, dass bei der Zeitnahme etwas schief gelaufen ist. Angeblich ist jetzt 14,22sec. meine Zeit. Aber nur vermutlich!! Haha. Die richtige Zeit werde ich wohl nie erfahren. Ich weiß jetzt nur, dass Reiner ne 13,4 gestoppt hat. Vielleicht sollte man in dem Falle der Hand eines Menschen mehr trauen.
Nach ewigem hin und her. Und ewigem Warten ging es dann endlich mit dem Weitsprung los. Lust hatte ich allerdings nur noch auf die Dusche danach *g*. Der erste Sprung war ein reiner Sicherheitssprung und ich landete nach 4,81 Metern. Danach gab ich mehr Gas. Die folgenden drei Sprünge waren aber leider ungültig und danach war die Luft einfach raus. Mittlerweile war ich schließlich schon seit sechs Stunden auf dem Platz :-(. Es blieb also leider bei der ersten Weite :-(.
Im Gesamten habe ich sicherlich mehr erwartet. Durch meine immer noch anhaltende Erkältung (die wird mich glaub ich auch noch einige Tage quälen) war ich allerdings auch sehr gehandicapt. Ich habe immerhin bemerkt, dass dieses Jahr mehr potential da ist als im letzten. Auch wenn es momentan noch nicht ganz danach aussieht. Ich werde jetzt erstmal eine kleine Trainingspause einlegen, bis ich wieder genesen bin. Danach geht’s erneut über 200m und zum ersten Mal im Dreisprung zur Sache. Dann hoffentlich mit besserem Befinden und vor allem mit einer besseren und positiveren Stimmung meinerseits.

Samstag 28.04.2007
Nach mehr als zwei Monaten Abstinenz sollte es wieder so richtig krachen. Aber wie immer: Wenn man ne Erkältung am wenigsten brauchen kann, dann kommt sie. So wurde ich also morgens wach und litt unter ätzenden Halsschmerzen und einer zuen Nase.
Die Hitze tat ihr übriges zu meiner schlechten Leistung. Ich konnte mich zwar sowohl über 100 als auch über 150m in meiner Altersklasse durchsetzen (aber kein Wunder bei der Konkurrenz)…aber die Leistung war echt schlecht. Nach einer Stunde ausharren (tja…die Erkelenzer kriegen es halt nie gebacken ihren Zeitplan einzuhalten) war ich auch ziemlich müde und habe beide Male den Start verpennt. Die Zeit habe ich also definitiv dort liegen lassen :-( Naja – am besten abkacken und am Dienstag dann über 100, 200 und im Weitsprung zeigen was Sache ist. Mal sehen ob es da etwas besser läuft.

Sonntag 11.02.2007
Ich weiß nicht wirklich ob ich mich freuen soll, oder nicht. Es war okay, aber der Ausreißer fehlte. Fazit: Es hat spaß gemacht, aber die Besonderheit fehlte.
Ich hatte schon seit Ewigkeiten keinen Wettkampf mehr, der mir sooooo viel Spaß gemacht hat! Leider hat das auch einen Nachteil…denn bei so viel Spaß ist der Wettkampf meist schon vorbei ehe er angefangen hat. Aber jetzt mal ganz von vorne:
Als ich morgens aufgestanden bin, wäre ich am liebsten gleich losgefahren…Ich war so voller Vorfreude… Und als ich dann nachmittags endlich losging und Laura auch noch zum anfeuern mitkam hab ich mich natürlich doppelt gefreut. In der Halle angekommen ging es gleich zum Einlaufen und Einsprinten. Und dann erwartete mich die allergrößte Überraschung… als ich wieder reinkam um die Spikes anzuziehen, da saßen doch tatsächlich drei weitere OSCer in der Halle. Erst hab ich die gar nicht wahrgenommen… Aber dann war ich voll glücklich. Ich finde es echt toll wie sehr die mich unterstützen… Dann konnte es doch nur gut laufen.
Der erste Sprung war ganz mies… aber das hab ich auch im Training immer…da komm ich manchmal nicht einmal in die Grube. Und das bei nem 9-Meter-Abstand. Aber da das normal ist war ich keineswegs beunruhigt. Der nächste Sprung ging gleich nen halben Meter weiter. Aber dann…es kam nichts mehr… Die Sprünge waren dermaßen konstant. So konstant bin ich noch nie gesprungen…Alle innerhalb von 3cm. Und das bei 5 Sprüngen. Aber der weite Ausreißer fehlte leider…Also wusste ich nicht so recht, wie ich das jetzt einschätzen sollte…
Aber meine Laune wurde dadurch nicht getrübt, auch wenn die darauf folgenden 200m völlig in die Hose gegangen sind. Während dem Laufen hab ich mich verschluckt…Das ist mir ja noch nie passiert :-(. Und so wurde es die schlechteste Zeit die ich jemals gelaufen bin.
Noch eine Bemerkung: Mir fehlt die Spritzigkeit… Wie jeden Winter kommt das extreme Sprinttraining zu kurz…und beim Dreisprung ist natürlich auch Tempo wichtig. Für einen Wettkampf im Winter ist das Springen gut gelaufen…und es ist noch sehr ausbaufähig.

Sonntag 28.12.2006
Genau vier Wochen nach dem schlimmsten Lauf meines Lebens stand schon wieder der nächste an. Dieses Mal über die doppelte Distanz – schlimm genug *g*. Jedenfalls wollte mein Onkel mich eigentlich begleiten, damit ich nicht zu schnell angehe etc.! Und was ist – er kann nicht…Da war die Panik natürlich vorprogrammiert. Aber in anbetracht der Tatsache, dass ich erst in der letzten Woche wieder richtig trainieren konnte, ist es ganz gut gelaufen. Andererseits hab ich die Zeit mit meinem Onkel schon öfter im Training erreicht. Aber es gab da ja so einige Problemchen. Zunächst hab ich mich an eine Frau gehalten, die langsam angehen wollte. Denn mein Manko: Als Sprinterin gebe ich von Anfang an Gas. Ich musste mich aber sehr zurückhalten. Bis Kilometer sechs lief es dann aber super, ich hing mich an einen älteren Mann ran, der ein super Tempo drauf hatte. Doch dann kam der Einbruch. Aber nicht, wie viele von euch jetzt sicher denken werden, da ich überpowert hab, oder meine Beine schwer wurden. Mir wurde mal wieder schlecht. Ich hatte auf einmal so derbe Magenschmerzen. Sonst ging es mir Prima…aber diese Schmerzen schränkten mich schon sehr ein. Verena, die kurz zuvor eingestiegen war um mich ein bisschen zu ziehen, versuchte immer wieder mich noch mal zu motivieren. Das hätte im Normalfall auch geklappt, aber mir war so was von schlecht. Auf den letzten 200-300 Metern zum Ziel kam dann auch noch Reiner entgegen gelaufen um mich zu ziehen. Ich wäre von der Kraft her auch noch in der Lage gewesen diesen harten, langen Endspurt durchzustehen. Aber auf einmal musste ich mich übergeben…und dann war´s aus. Ich konnte nur noch im Schneckentempo durch´s Ziel laufen. Anschließend musste ich mich leider noch mal übergeben. Der Druck auf den Magen war unerträglich. Und ich weiß nicht wovon das kommt…immer und immer wieder. Jedenfalls ging es mir anschließend super gut und ich hätte gleich noch mal zehn Kilometer laufen können. Sehr deprimierend. Aber was soll man machen…aufgrund der Tatsache, dass ich weiß, dass ich hätte besser sein können, kann ich auch definitiv sagen, dass ich noch mal einen Zehner in Angriff nehme. Aber jetzt steht erst mal wieder Sprint und Sprung an. Schließlich ist der Sommer nicht mehr weit *g*.

Sonntag 31.12.2006
Silvesterlauf war angesagt! Mein erster in meiner ach so langen „Laufkarriere“. Schließlich wollte ich Kalorien verbrennen, um am Abend richtig zuschlagen zu können. Doch es kam alles anders als geplant. Auch der Abschlusswettkampf war demnach nicht sehr versöhnlich. Aber was spielt das für eine Rolle, wenn man einen sehr wichtigen Menschen verliert.
Eine Infektion und die Schlaflosigkeit taten ihr Übriges dazu. Eine anständige Leistung war also nicht zu erwarten. Es hieß demnach: Hauptsache ins Ziel kommen! Aber jeder Sportler wird wissen, dass man bis zum letzten hofft. Doch der Tod meiner Tante am Silvestermorgen machte mir sehr zu schaffen. Mein Puls war unnormal hoch und ich war schon fertig, bevor der Startschuss fiel. So gab es für mich nur ein Ziel: Unter Leute kommen und mich von den Ereignissen der letzten Tage ablenken. Doch der Lauf fiel mir unendlich schwer. Schon nach dem ersten Kilometer flossen auch die letzten Hoffnungen auf eine gute Zeit dahin. Wieder wäre ich am liebsten ausgestiegen…Aber dank Katrin, die mir treu zur Seite stand, brachte ich auch diesen Lauf über die Bühne! Dankeschön! Trotz dieser nicht zufrieden stellenden Leistung stehe ich momentan an Platz eins der Serienwertung. Immerhin etwas positives. Auf ein Neues im Jahr 2007…mein vielleicht letztes aktives Jahr.

Sonntag 17.12.2006
Auch mein vorletzter Wettkampf im Jahr 2006 lieferte keinen versöhnlichen Abschluss. Nach meinen Problemen in der letzten Woche habe ich damit aber auch nicht gerechnet. Daher habe ich diese dreifache Pleite einfach mal schnell abgehackt…zumindest so gut wie es geht. Da ich den Grund für das schlechte Abschneiden aber kenne, fiel es mir glücklicherweise recht leicht. Die frühe Startzeit tat ihr übriges dazu, wo ich doch ein absoluter Morgenmuffel bin. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen am frühen morgen Topleistungen abzuliefern. So kam es, dass ich den 60-Meter-Start halb verpennt habe. Die anderen hatten schon nach den ersten Metern einen gehörigen Vorsprung, den man über 60m kaum wieder gut machen kann. Deshalb bin ich in der Halle auch nie so gut.
Bei den 200 Metern reichte meine Kraft auch hinten raus nicht aus. Es war so ein miserables Rennen, dass ich Letzte wurde… Letzte! Das muss man sich mal reinziehen. So was ist mir noch nie passier :-(. Aber was soll´s. Irgendwann ist immer das erste Mal. Danach hatte ich ja erst mal Pause… Nun hieß es zwei Stunden rumsitzen, entspannen und trotzdem Spannung halten. Anschließend ging es zum Weitsprung. Nach zwei ungültigen Versuchen hieß es absolute Vorsicht. Denn mit drei ungültigen Versuchen rauszufliegen hätte die Katastrophe perfekt gemacht. Und es kam wie es kommen musste: Es war ein absoluter Sicherheitssprung, dessen Weite katastrophal war. Und im Endkampf war dann einfach die Luft raus. Also musste ich mich an diesem Tag leider mit 4,78 Metern zufrieden geben.
Das war bei weitem kein Tag, wie ich ihn mir gewünscht habe. Aber wie gesagt: Die Begründung ist einfach, und daher ist es leicht, den Wettkampf als ein besseres Training anzusehen. Die nächsten Chancen kommen ja schon bald.
Aber auch am Rande sind mir einige Dinge aufgefallen. Mit am Start war auch die deutsche Jugendmeisterin. Sie lief sowohl über 60 als auch über 200 Meter zu ungefährdeten Siegen. Aber mit den Beinen… Also wenn man so aussehen muss um wirklich schnell zu sein…, nein Danke! Dann bleib ich lieber weiterhin eine lahme Ente.

Sonntag 03.12.2006
Tja… Teil I ist dann mal deutlich missglückt. Schlechter hätte es gar nicht kommen können.
Aber mal ganz von vorne: Als ich am Morgen aufstand, da merkte ich schon, dass ich nicht fit war. Vor dem Lauf musste ich mich auch übergeben.
Aber da ich die Serie fest eingeplant hatte, und das auch immer noch habe, quälte ich mich fünf Kilometer lang. Der erste Kilometer war noch im Rahmen…aber danach kam ich kaum von der Stelle…ich fühlte mich echt elend. Noch nie bin ich so nah vor´m Aussteigen gewesen. Aber was soll´s. Nach dem Zieleinlauf wartete ich auf meine Urkunde, fuhr nach Hause, stieg unter die Dusche und dann war erst einmal Erholung angesagt. Ich habe tief und fest geschlafen… Danach war ich wieder fit… Außer das meine mentale Stärke extrem unter dieser Pleite gelitten hat. Jetzt heißt es Niederlage abhacken und auf ein Neues an Silvester.
Zuvor steht aber noch mein Halleneinstieg auf dem Programm.