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Tja....Sport ist wohl meine große Leidenschaft und ich denke mal, es gibt nichts was ich nicht gerne mache...hauptsache viel Bewegung....

History:
Aber meine größte Aufmerksamkeit gilt wohl der Leichtathletik.
Wie ich dazu gekommen bin? Ach herje...das ist ganz schön lange her. Also ich noch im Kindergarten war, hab ich nach einer sportlichen Betätigung gesucht. Da mein Onkel zu diesem Zeitpunkt Trainer in einem Leichtathletikverein gewesen ist, lag es ja nahe, dass ich mir diese Sportart mal anschaue... Und es hat mir riesen Spass gemacht, vor allem, da ich meinen ein Jahr älteren Cousin über 1000m zum Sportabzeichen gezogen hab. Ich habe also für ihn den "Hasen" gespielt, damit er diese Distanz in der vorgegebenen Zeit schaffte. Das motivierte mich natürlich sehr und ich blieb dieser Sportart treu.
Schon bald hatte ich auch meinen ersten Dreikampf. Ich war gut im Rennen...über 50m lag ich gleich vor allen anderen, verstand allerdings denn Sinn noch nicht so ganz ;-) Ungefähr nach der Hälfte wurde ich langsamer, drehte mich um und wartete auf meine Gegner... dadurch verschenkte meinen ersten Sieg :-( Aber mir war das egal...immerhin hatte ich eine Silbermedaille bekommen. Von da an wollte ich nahezu täglich Wettkämpfe bestreiten (war natürlich nicht möglich).

Meine nächsten Wettkämpfe führten mich dann zu immer neuen Herausforderungen und ich merkte, dass es nicht so einfach war, den Sieg (den ich ja beim ersten Dreikampf verpasst hatte) jetzt nachzuholen. In der großen, weiten Wettkampfwelt war die Konkurrenz größer als ich sie bisher kannte. Meinen nächsten großen Erfolg feierte ich in der Grundschule. Bei meinen ersten Bundesjugendspielen bekam ich eine Ehrenurkunde und war dabei sogar besser als die Mädchen aus dem vierten Schuljahr. Das machte mir neuen Mut und einige Wochen später gewann ich in Bracht meine erste Goldmedaille *freu*. Der erste Wettkampf ohne Mamas Unterstützung. Als ich nach Hause kam wurde erst mal kräftig gefeiert ;-)!
Nun waren die Erwartungen natürlich hoch, aber bei den nächsten Wettkämpfen war ich nicht so weit vorne dabei und musste traurig mit zusehen wie andere die Medaillen absahnten. In der Schule jedoch war ich nicht zu halten…das erreichen der Ausdauer- und Ehrenurkunde stellte in keinem Jahr eine große Hürde für mich dar.
Nach vier Jahren beendete mein Onkel seine „Trainerkarriere“ und es fand sich leider auch kein Ersatz. Ich war aber heiß auf weitere Herausforderungen und wollte meine Freizeit weiter der Leichtathletik widmen. Also suchten wir (mit Hilfe meines Onkels) einen neuen Verein, den OSC Waldniel. Allerdings ist dieser Verein im Gegensatz zu meinem alten Verein nicht auf den Mehrkampf spezialisiert, sondern eher auf Mittel-, bzw. Langstrecken.
Ich wollte aber weiter beim Sprint und vor allem beim Weitsprung bleiben, denn dieser Disziplinen faszinierten mich am meisten. Die 800m bin ich immer nur fürs Sportabzeichen gelaufen. Es war gar nicht so einfach sich gegen die Langlaufmasse durchzusetzen…aber ich habe es geschafft (und das bis heute).
Mein erster Wettkampf für den OSC führte mich nach Süchteln. Dort gewann ich die 50m und den Weitsprung und überzeugte auch die letzten Zweifler, dass diese Disziplinen die richtigen für mich waren. Von da an wurde der Dreikampf eher zu einer Nebensache, da ich absolut kein Talent fürs Werfen hatte. Aufgrund dieses „untalents“ hatte mein Opa bei meinen ersten Meisterschaften ganz schön zu leiden. Im Weitsprung und im Sprint konnte ich noch vorne mithalten, aber durch das Werfen fiel ich auf den 15. Platz zurück und lies meinen ganzen Frust an Opa aus. Er drohte mir schon damit nie mehr zu Wettkämpfen mitzufahren…(er war nämlich mein treuester Fan). Doch diese Eigenschaft (auszurasten wenn es nicht so läuft wie ich will) bin ich bis heute nicht losgeworden…wahrscheinlich, weil ich mich selbst sehr unter Druck setze.
Beim Dr. Ernst van Aaken Gedächtnislauf und einem Crosslauf in Holland machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen in Ausdauerläufen (man hatte es anscheinend immer noch nicht aufgegeben mich zu einem Disziplinwechsel zu bewegen). Aber nach diesem besagten Crosslauf war mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste und diese Sache für mich endgültig vom Tisch war.
In den folgenden Jahren wurde nicht nur Bracht zu einem erfolgreichen Wettkampfort, sondern auch Süchteln und Willich In Waldniel musste ich mich hingegen ständig mit zweiten Plätzen zufrieden geben (was wohl immer an meinem mangelnden Wurftalent lag). Während ich in den ersten Jahren im Sprint besser war als im Weitsprung hat sich der Spies mittlerweile umgedreht.
Im Jahr 2000 begann ich dann auch mit dem Hürdenlauf. Während andere sich nicht über die Hürden trauten war ich ziemlich mutig und anscheinend sehr talentiert. Gleich bei meinen ersten Meisterschaften in dieser Disziplin belegte ich den 2. Platz und musste mich nur knapp geschlagen geben. Ich versuchte mich immer und immer wieder, doch mein Erfolg kam erst im Jahre 2002. In der Halle belegte ich bei den KM wieder nur den 2.Platz. Aber über 80m Hürden in Erkelenz (meine absoluter Erfolgsort) schaffte ich dann die Norm für die Nordrheinmeisterschaften in Bonn. In den Jahren zuvor hatte ich die Norm immer nur im Weitsprung erreicht, dieses Mal neben dem Weitsprung auch im Hürdenlauf und im Sprint. Ich hatte also ein volles Programm vor mir. Als es dann endlich so weit war, war ich verdammt nervös. Es begann am frühen morgen mit dem Hürdenvorlauf. Und ich merkte gleich, dass ich heute in einer phänomenalen Verfassung war. Ich legte FAST den Lauf meines Lebens hin, wurde ganz unerwartet zweite in einer neuen Bestzeit und kam in den Endlauf, der am Nachmittag stattfinden würde.
Dann war es soweit…der Endlauf stand an. Ich war eigentlich sehr locker (was hatte ich auch zu verlieren…ich hatte mehr erreicht als erwartet) und wartete auf den Startschuss. Der Start war optimal und schon nach der ersten Hürde hatten ich einen klaren Vorsprung vor allen anderen Läuferinnen…(noch lagen sieben Hürden vor mir). Meine Technik war so gut und der Vorsprung wuchs…doch dann lag ich auf einmal (zwischen der vorletzten und letzen Hürde) auf dem Boden…, was war geschehen? Ich weiß es bis heute nicht…aber dieser Sturz kostete mich den Nordrheintitel und vor allem eine wiederum neue Bestzeit (um fast 1 sec.). Die Hürde stand noch, und sie hatte auch kaum gewackelt…Als ich aufstand um über die letzte Hürde noch ins Ziel zu laufen waren die anderen logischerweise schon alle dort. Im Ziel angekommen ließ ich mich auf den Boden nieder und war zu Tode betrübt…aber vor allem litt ich unter fürchterlichen Schmerzen. Ich weinte nur… Sofort kamen einige Sanitäter an und wollten mich mit einer Trage in den Krankenwagen transportieren…aber ich wollte selber gehen…mir war das alles voll peinlich. Sie legten mir ein Kühlakku um meinen geprellten Arm und verbanden meine riesige Schürfwunde an der Hüfte.
In fünf Minuten sollte der Weitsprung stattfinden…dort rechnete ich mir im Vorfeld die größten Chancen aus…und das wollte ich nicht einfach so wegwerfen. Also musste ich mit zunächst noch verbundenem Arm den Anlauf ausmessen…dann ging ich zurück zu den Sanitätern und ließ mir den Kühlakku abmachen. Nach nur einem Probesprung setzte ich mich und wartete darauf, dass der Wettkampf begann… nervlich war ich jedoch am Ende.
Es hatte aber keinen Sinn…die schmerzen waren zu groß für gute Leistungen, aber ich wollte mich nicht kampflos geschlagen geben und habe mich durchgebissen. Am Ende musste ich mich mit dem sechsten Platz zufrieden geben. Auch den abschließenden Sprint wollte ich nicht einfach so sausen lassen… Die Zeit war allerdings inakzeptabel und ich flog schon im Vorlauf raus… Dieser Tag hätte der erfolgreichste Tag meines Lebens werden können…(so eine Form habe ich seither nie mehr erlebt)...doch stattdessen wurde es der schwärzeste Tag meines Lebens  Auf dem Rückweg war ich total benommen und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen…Ich wusste nur eins: Ich wollte so schnell wie möglich wieder Hürden laufen, um allen zu zeigen, dass diese Leistung keine Ausnahme war…

Fortsetzung folgt…